Geschichte

Die Touta leitet sich aus dem altkeltischen Wort „toutã“ beziehungsweise dem indogermanischen „teutã“ ab. Es bedeutet wörtlich übersetzt „Volk“, damit wurde der Stamm, bzw. Stammesverband bezeichnet.
Auch im keltischen Irland, sowie Wales und Schottland findet man diesen Wortstamm in der Bezeichnung Tuath; die irische Mythologie beschreibt das Volk der Göttin Danu, die Tuatha de Dannan, als landnehmende Siedler Irlands.

Auf dem Stamm lag das Augenmerk der Kelten, welche sich trotz kultureller Verbindungen selbst nie als einheitliches Volk begriffen, und bildete den Mittelpunkt des gesellschaftlichen und politischen Lebens.

 

Die Touta heute

Aus diesem historischen Zusammenhang haben wir Celtoi unsere heutigen Regionalstrukturen gebildet. Der Tatsache geschuldet, dass erstens unsere Sozialstrukturen andere als damals sind, und zweitens wir eine rein religiöse Gemeinschaft, finden notwendige Anpassungen an unsere heutige Zeit statt und sind nicht als Versuch der Wiederbelebung antiker Gesellschaftsstrukturen zu verstehen.
Sie sind Ausdruck unserer kulturellen Verbundenheit mit den keltischen Stämmen, deren Glaubensvorstellungen die Grundlage unseres heutigen Glaubens ist.

 

Idee der Touta

Die Touta
- bildet den Mittelpunkt des gemeinschaftlichen und sozialen Lebens bei den Celtoi. Dies geschieht durch Treffen, Stammtische und weiteren gemeinsamen Unternehmungen.
- schafft eine seelische Verbundenheit mit dem Land, in dem man seinen Lebensmittelpunkt gestaltet
- ist örtlicher Ansprechpartner in sozialen und religösen Fragen
- bietet Dienstleistungen in rituellen Belangen
- bildet örtliche Traditionen heraus und schafft somit notwendige Impulse für andere Touta und den Celtoi allgemein
- stärkt und fördert durch die eigene Arbeit auch andere Touta. Dadurch bildet sich ein Netzwerk, welches sich unter anderem in einem starken Verein äussert.

 

Struktur

- Die Touta bilden die grundlegende Basis aller Celtoi und sind auch Grundlage für den Verein. Vereinfacht gesprochen, ist der Verein für Touta und Menschen da, nicht die Touta für den Verein. Der Verein bildet das verbindende Element aller Touta und verpflichtet sich satzungsgemäß, diese zu fördern.
- Die Touta sind autonom und unterliegen in ihren Entscheidungen und Herangehensweise ausschließlich eigenen Belangen und Bedürfnissen ihrer Mitglieder. Die einzige Verbindlichkeit besteht in der grundlegenden Einigung über die Glaubens- und Wertvorstellungen der Celtoi.
- In jeder Touta wird eine sakrale Struktur gebildet. In Form der Gutuater werden Mitglieder benannt oder gewählt, die sich vordringlich der Aufgaben im Ritualwesen widmen. Weitere Funktionen wie Vaten oder Barden sind möglich, und unterliegen der Entscheidungsfreiheit der Mitglieder.

 

Ethik

Ausgehend von der generellen Ethik der Celtoi ist die Zugehörigkeit zu einer ethnischen oder genetischen Gruppe kein Kriterium für die Annahme der keltischen Religion und insofern auch kein Kriterium für die Aufnahme in einer Touta.
Celtoi und die Touta bekennen sich ausdrücklich zum Universalismus.

 

Mitgliedschaft und Gründung

Die Mitgliedschaft ist formlos, erfolgt nach Anfrage in einer bestehenden Touta und wird durch die Mitglieder bestätigt. Mit einem Beitritt zu einer Touta ist man aufgefordert, grundlegenden Werten und den Mitgliedern den nötigen Respekt zu erweisen; sowie sich nach seinen Möglichkeiten in das soziale Leben und Arbeiten mit einzubringen.
Eine Vereinsmitgliedschaft ist wünschenswert, aber keine Grundvoraussetzung.

Zur Zeit ist nicht der gesamte deutschsprachige Raum von Toutas abgedeckt. Dort, wo es noch keine Touta gibt, kann jeder ansässige Celtoi eine gründen. Idealerweise schließt man sich mit anderen Celtoi, die eventuell in der Region ansässig sind, zusammen.
Über den Gebietsumfang schließt man sich mit den anderen, bereits bestehenden Touta, kurz, um etwaige Gebietskonflikte von vorneherein auszuschließen.

 

Sonderfall doppelte Mitgliedschaft

In einzelnen Fällen kann es zu doppelten Mitgliedschaften kommen

- Gastmitgliedschaft
Hält sich ein Mitglied einer Touta längere Zeit, zum Beispiel wegen eines Studiums, in einem anderen Toutagebiet auf, so kann die betreffende Touta eine Gastmitgliedschaft aussprechen und den Gast für die Dauer des Aufenthaltes herzlich willkommen heissen.
- seelische Heimaten
In einigen Fällen kommt es dazu, dass einzelne Mitglieder in einer Region ansässig sind, ihre Sehnsucht und seelische Verbundenheit liegen aber im Bereich einer anderen Touta. In diesem Fall kann es zu einer „Seelenmitgliedschaft“ in einer weiteren Touta kommen. Wünschenswert dabei ist jedoch, dass man sich der Region, in der man tatsächlich ansässig ist, nicht völlig verweigert. Und diese durch sein Mitwirken weiter unterstützt, und auch das Land respektvoll in Ehren hält.