Abschnitt I: Allgemeine Bestimmungen

§ 1 Name und Sitz der Gemeinschaft   


(1) Der Verein trägt den Namen „Celtoi e. V. – Gemeinschaft für rekonstruierte keltische Religion“.

(2) Er hat seinen Sitz in Bruchsal und ist im dortigen Vereinsregister eingetragen.

(3) Der Verein versteht sich als eine religiöse Vereinigung im Sinne des Art. 140 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland in Verbindung mit Art. 137 der deutschen Verfassung vom 11.08.1919.


§ 2 Zweck der Gemeinschaft

(1) Zweck des Vereins ist die Förderung der Religion. Er soll seine Mitglieder bei der Ausübung, Vertiefung und gemeinschaftliche Weiterentwicklung einer modernen Interpretation der vorchristlichen Religion und Spiritualität der keltischen Völker, auf Grundlage der gesicherten Überlieferungen unterstützen.

(2) Die auf diese Weise ausgeübte religiöse Weltsicht trägt den Namen CeltoiCeltoi
"Celtoi" steht für die Art keltischen Rekonstruktionismus, den wir praktizieren. Mehr dazu unter "Celtoi - Was ist das?".
. CeltoiCeltoi
"Celtoi" steht für die Art keltischen Rekonstruktionismus, den wir praktizieren. Mehr dazu unter "Celtoi - Was ist das?".
beinhaltet den Glauben an die Götter und Göttinnen der keltischen Völker und deren Verehrung. Darüber hinaus ist die Ehrung unserer Ahnen und ihres Andenkens ein wichtiger Bestandteil des rekonstruierten keltischen Weltbildes.

(3) Da Celtoi auch den Glauben an die Beseeltheit der Natur und ihrer Wesen beinhaltet, wird ein respektvoller Umgang mit dieser bei den Mitgliedern der Gemeinschaft vorausgesetzt.

(4) Im Zuge der Arbeit am übergeordneten Zweck des Vereins legt die Gemeinschaft Wert darauf, aus den verfügbaren Quellen ein Tugend- und Wertesystem zu erarbeiten und dieses für die heutige Zeit lebbar zu machen.

(5) Das Vorgenannte geschieht im Rahmen von Toleranz gegenüber jedwedem Glauben, Geschlecht, sexueller Orientierung und persönlicher Herkunft. Völkische, rassistische und jede Art von totalitären Ideen und Ideologien werden strikt abgelehnt. Die Menschenrechte, das Völkerrecht und das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland werden uneingeschränkt anerkannt. In diesem Zusammenhang lehnen wir für uns alle überlieferten Praktiken und Traditionen der vorchristlichen Kelten, die der heutigen Gesetzgebung widersprechen, ab, auch wenn wir sie im historischen Kontext nachvollziehen können.

 
§ 3 Erfüllung des Zwecks der Gemeinschaft

Der Zweck des Vereins wird insbesondere erfüllt durch:

1.   Die Sammlung und Auswertung des Wissens über die Geschichte, Glaubensvorstellungen sowie kulturellen und religiösen Praktiken der vorchristlichen keltischen Völker.

2.   Die Unterhaltung eines Diskussionsforums zum Austausch der Mitglieder untereinander und mit anderen Interessierten.

3.   Die Förderung der nationalen und internationalen Kommunikation und Kooperation mit anderen Gruppen und Individuen, besonders im Raum der Europäischen Union (EU), die sich der Wiederbelebung und Förderung heidnischer Primärreligionen, vorrangig des europäischen Kulturraums, widmen.

4.   Die Bereitstellung von Wissen über die keltisch-heidnische Religion und die Förderung ihrer Akzeptanz in der Öffentlichkeit, insbesondere zur Ausräumung von Vorurteilen und Missverständnissen, z. B. durch Vorträge, Veranstaltungen und geeignete Publikationen.

5.   Die Bildung und Förderung von Toutas als Kult- und Interessensgemeinschaften, wie sie in dieser Satzung beschrieben sind.

6.   Die Einrichtung von Kultplätzen zur gemeinsamen Kultpraxis.

7.   Die gemeinnützige nicht gewinnorientierte Erbringung religiöser Dienstleistungen im Rahmen der Ausübung von Celtoi, wie es vom Celtoi e. V. vertreten wird.

8.   Sowie alle anderen Maßnahmen, die der Erfüllung der Zwecke des Celtoi e. V.Celtoi e. V.
Celtoi e. V. - Gemeinschaft für rekonstruierte keltische Religion
dienlich scheinen.


§ 4 Gemeinnützigkeit

(1) Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(2) Er verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des § 52 Abgabenordnung in der jeweils gültigen Fassung. Die Mittel des Vereins dürfen nur für gemeinnützige Zwecke verwandt werden, wie sie in § 3 dieser Satzung verankert sind.

(3) Die Mitglieder erhalten keine Zuwendung aus den Mitteln des Vereins. Darüber hinaus darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstig werden.


§ 5 Ehrenamtlichkeit der Ämter

Alle Mitglieder, die im Celtoi e. V. offizielle Aufgaben wahrnehmen, sind ehrenamtlich tätig. Der Ersatz notwendiger Auslagen richtet sich nach den Beschlüssen des geschäftsführenden Vorstands.


 
Abschnitt II: Mitgliedschaft

§ 6 Mitglieder

(1) Der Verein führt als Mitglieder:
     1.   Ordentliche Mitglieder
     2.   Probemitglieder
     3.   Jugendliche Mitglieder
     4.   Eidpersonen
     5.   Fördermitglieder
     6.   Ehrenmitglieder

(2) Mitglied kann jeder Mensch ohne Rücksicht auf Beruf, Herkunft und Geschlecht werden, wenn er sich zur keltischen Religion und Kultur bekennt oder deren Förderung unterstützen will.

(3) Der Vorstand führt ein Mitgliedsregister.


§ 7 Ordentliche, jugendliche und Ehrenmitglieder

(1) Ordentliches Mitglied kann jede Person werden, die das 18. Lebensjahr vollendet hat.

(2) Jugendliches Mitglied kann jede Person werden, die das 14. Lebensjahr aber noch nicht das 18. Lebensjahr vollendet hat.

(3) Jugendliche Mitglieder werden mit Beginn des Monats zu ordentlichen Mitgliedern, der auf die Vollendung ihres 18. Lebensjahres folgt.

(4) Ordentliche und jugendliche Mitglieder haben Stimmrecht in der Datlâ mârâ (Mitgliederversammlung) und das aktive Wahlrecht. Die Möglichkeit, in Ämter des Vereins gewählt zu werden, besteht nur für ordentliche Mitglieder. Eine Ausnahme bildet die Wahl zum Jugendvertreter im Sinn dieser Satzung.

(5) Ehrenmitglieder können auf Grund Ihrer besonderen Verdienste um den Celtoi e. V. oder um die gesellschaftliche Anerkennung, wissenschaftliche Erforschungen oder künstlerische Umsetzung der keltisch-heidnischen Religion und Kultur ernannt werden.

(6) Ehrenmitglieder können von jedem Mitglied vorgeschlagen werden. Die Datlâ mârâ beschließt über den Vorschlag. Sie haben alle Rechte und Pflichten von ordentlichen Mitgliedern. Sie sind jedoch von der Beitragspflicht befreit.


§ 8 Probemitgliedschaft

(1) Im ersten Jahr der Mitgliedschaft im Verein gilt das Mitglied als Probemitglied. Es hat grundsätzlich dieselben Rechte und Pflichte wie ein ordentliches Mitglied. Das Probemitglied besitzt jedoch nicht das passive Wahlrecht.

(2) Die Probemitgliedschaft kann fristlos vom Verein oder vom Mitglied gekündigt werden.

(3) Nach Ablauf des Jahres soll das Mitglied schriftlich erklären, dass es die Satzung und das Selbstverständnis des Vereins unterstützt. Die Erklärung wird zu den Mitgliedsunterlagen genommen.

(4) Die Gründungsmitglieder des Vereins sind von der Probemitgliedschaft ausgenommen.


§ 9 Eidpersonen

Ordentliche Mitglieder des Celtoi e. V. können in einer Zeremonie den Eid eines Daruviros bzw. einer Darubenâ ablegen. Mit diesem Eid bekennt sich die betreffende Person vor den Göttern und Göttinnen, den Ahnen und den Wesen der drei Welten endgültig und unwiderruflich zum keltisch-heidnischen Glauben und den Göttern unserer keltischen Ahnen.


§ 10 Fördermitglieder

(1) Fördermitglieder unterstützen den Celtoi e. V.Celtoi e. V.
Celtoi e. V. - Gemeinschaft für rekonstruierte keltische Religion
durch finanzielle und materielle Zuwendungen.

(2) Fördermitglieder können weder das aktive noch das passive Wahlrecht ausüben. Ebenso wenig haben sie ein Stimmrecht in der Datlâ mârâ. Es steht ihnen jedoch offen, an allen Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen.


§ 11 Beginn und Ende der Mitgliedschaft


(1) Die Mitgliedschaft beginnt mit dem Antrag auf Aufnahme in den Verein.

(2) Der Antrag auf Aufnahme in den Verein muss schriftlich erfolgen. Jugendliche Mitglieder gemäß § 7 Absatz 2 können nur mit schriftlicher Zustimmung der gesetzlichen Vertreter aufgenommen werden.

(3) Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.

(4) Die Mitgliedschaft endet:
1.   durch Austritt, wenn dieser schriftlich mit einer Frist von sechs Wochen zum Quartalsende erklärt wurde;
2.   durch Streichung aus dem Mitgliedsregister, wenn ein Mitglied neun Monate mit der Entrichtung der Vereinsbeiträge in Verzug ist und trotz erfolgter schriftlicher Mahnung diese Rückstände nicht begleicht oder sonstige finanzielle Verpflichtungen dem Verein gegenüber nicht erfüllt hat;
3.   durch Ausschluss bei vereinsschädigendem Verhalten, der durch den Vorstand zu beschließen ist. Dem Auszuschließenden ist Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Der Ausschlussbeschluss ist dem Auszuschließenden schriftlich mit Begründung bekannt zu geben. Gegen den Ausschlussbeschluss kann der Auszuschließende schriftlich die nächste Datlâ mârâ anrufen, welche endgültig entscheidet;
4.   durch Tod.

(5) Mit dem Ausscheiden aus dem Verein erlöschen alle Rechte und Pflichten gegenüber dem Verein. Mögliche Beitragsrückstände bleiben davon unberührt.


§ 12 Mitgliedsbeiträge

Die Mitglieder zahlen Beiträge gemäß der Beitragsordnung.



Abschnitt III: Toutastruktur des Celtoi e. V.
   
§ 13 Allgemeines zur Toutastruktur

(1) Der Verein bietet seinen Mitgliedern die Möglichkeit, sich auf lokaler und regionaler Ebene zu organisieren. Auf regionaler Ebene werden die Mitglieder dazu ermutigt sogenannte Toutas zu gründen. Diese regional begrenzten Gemeinschaften, die real einen sozialen Halt geben, sowie kulturelle und spirituelle Impulse entwickeln sollen, sind weitgehend eigenständige Keimzellen der CeltoiCeltoi
"Celtoi" steht für die Art keltischen Rekonstruktionismus, den wir praktizieren. Mehr dazu unter "Celtoi - Was ist das?".
-Bewegung.

(2) Die Toutas sollen sich weitgehend selbständig organisieren. Dies soll vor allem den unterschiedlichen regionalen Prägungen des keltischen Erbes Rechnung tragen.

(3) Die Toutas können Projekte im Rahmen des Zweckes des Celtoi e. V.Celtoi e. V.
Celtoi e. V. - Gemeinschaft für rekonstruierte keltische Religion
selbständig und in dessen Namen durchführen. Die jeweiligen Toutaleiter sind dabei dem Vorstand des Vereins gegenüber rechenschafts- und ggf. haftpflichtig.


§ 14 Toutagründung

(1) Eine Touta kann von jedem ordentlichen Mitglied gegründet werden. Dabei soll Wert auf den regionalen und historischen Hintergrund des Toutagebietes gelegt werden.

(2) Die Touta soll sich einen Namen geben, unter dem sie beim Vorstand registriert wird.

(3) Die Gründung einer Touta sowie ihr Name sind dem Vorstand unter Beifügung einer Mitgliederliste, evtl. Ordnungen der Touta sowie der Adresse des Toutaleiters bekannt zu geben. Gründung und Name bedürfen der Zustimmung des Celtoi e. V.Celtoi e. V.
Celtoi e. V. - Gemeinschaft für rekonstruierte keltische Religion
- Vorstandes. Dies dient der Vermeidung von Namensgleichheit, regionaler Überschneidung, missverständlichen Namen und Namen, die dem allgemeinen Anstand entgegenstehen.


§ 15 Toutaorganisation

(1) Die Touta regelt ihre Angelegenheiten im Rahmen dieser Satzung grundsätzlich selbständig. Für alle Toutas verbindlich sind insbesondere die folgenden Absätze.

(2) Die Touta soll aus mindestens drei Personen bestehen. Ebenso sollen der Touta mindestens drei beitragspflichtige Mitglieder des Vereins angehören. Über eine Ausnahme entscheidet der Vorstand. Die Entscheidung des Vorstandes muss zur nächsten Datlâ mârâ von dieser bestätigt werden.

(3) Toutas des Celtoi e. V.Celtoi e. V.
Celtoi e. V. - Gemeinschaft für rekonstruierte keltische Religion
können nur von ordentlichen Mitgliedern des Celtoi e. V.Celtoi e. V.
Celtoi e. V. - Gemeinschaft für rekonstruierte keltische Religion
geleitet werden. Die Leitung der Touta leistet für jede Amtszeit einen Amtseid. In diesem verpflichtet sie sich, die Ziele des Vereins und insbesondere Celtoi, wie es vom Celtoi e. V.Celtoi e. V.
Celtoi e. V. - Gemeinschaft für rekonstruierte keltische Religion
verstanden wird, jederzeit zu vertreten und ihr Amt dementsprechend zu führen. Für eine Eidperson nach § 9 kann der Amtseid entfallen.

(4) Die Touta kann sich zur Erfüllung ihrer Angelegenheiten eine Ordnung geben. Diese darf der Satzung des Celtoi e. V.Celtoi e. V.
Celtoi e. V. - Gemeinschaft für rekonstruierte keltische Religion
nicht entgegenstehen. Darüber hinaus kann sie Beiträge von ihren Mitgliedern erheben und weitere lokale Unterteilungen zulassen.

(5) Eine Touta kann aus dem Celtoi e. V.Celtoi e. V.
Celtoi e. V. - Gemeinschaft für rekonstruierte keltische Religion
ausgeschlossen werden. Für den Ausschluss der Touta gelten dieselben Vorschriften wie für den Ausschluss eines Mitglieds. Der Ausschluss einer Touta aus dem Celtoi e. V.Celtoi e. V.
Celtoi e. V. - Gemeinschaft für rekonstruierte keltische Religion
berührt nicht notwendigerweise die Mitgliedschaft der einzelnen Toutamitglieder im Verein, diese wird unabhängig davon nach den geltenden Regeln geprüft. Ebenso berührt der Ausschluss eines Einzelmitglieds aus dem Celtoi e. V. nicht dessen Mitgliedschaft in der Touta.


§ 16 Ritualwesen im Celtoi e. V.

(1) Im Celtoi e. V. werden die Kultleiter, über deren Bedarf die einzelne Kultgemeinschaft entscheidet, aus der Mitte der Gemeinschaft gewählt. Sie tragen den Titel Gutuater. Wenn sie die Wahl annehmen, verpflichten sie sich damit zu einem Dienst an der Gemeinschaft.
 
(2) Es ist die Aufgabe der Gutuater, stets mit Rat und Tat für die Gemeinschaft da zu sein und jedem, die oder der dies wünscht, bei der Ausübung des Kultes zur Seite zu stehen. Vordergründig sollen sie dabei Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Darüber hinaus pflegen sie das Andenken an die Götter und Göttinnen und verpflichten sich, diese stets nach keltischer Tradition gebührend zu ehren. Wenn die Kultgemeinschaft zusammentritt, sollen die Gutuater die Leitung der anstehenden Zeremonien übernehmen, wenn die Gemeinschaft im Einzelfall nichts anderes beschließt. Diesen Aufgaben stets nachzukommen und sich an die Seite der Gemeinschaft und nicht vor diese zu stellen, verpflichten sich die Gutuater durch einen Amtseid.

(3) Aus dem Amt ergeben sich keinerlei spirituelle Führungsfunktionen, keine Autorität als spiritueller Lehrer und keine Mittlerposition zwischen den Menschen und den Göttern und Göttinnen. Sollte die gewählte Person ihre Amtspflichten verletzen, kann sie auf Antrag eines ordentlichen Mitglieds der Kultgemeinschaft von dieser mit einfacher Mehrheit abgewählt werden.

(4) Jede Kultgemeinschaft (Gesamtverein, Touta) kann sich eigene Gutuater wählen. Dies muss nach den nachfolgenden Regeln geschehen:
1.   Die betreffende Person ist ordentliches oder Ehrenmitglied.
2.   Die Person wird mit mindestens vier Fünfteln der Stimmen aller Mitglieder der betreffenden Kultgemeinschaft gewählt, ist bereit, im Falle der Wahl das Amt auszuüben und nimmt die Wahl an.
3.   Sie verpflichtet sich durch einen Amtseid zu den Regeln aus Absatz 2.
4.   Die Gültigkeit der Wahl sowie die Eidesleistung werden vom Vorstand des Celtoi e. V. geprüft und bei korrektem Ablauf bestätigt.
5.   Der Eid gilt für die Dauer der Wahlperiode. Deren Länge ist Angelegenheit der Kultgemeinschaft, sie darf nicht weniger als ein und nicht mehr als fünf Jahre umfassen.
6.   Die Anzahl der Gutuater sollte ein Fünftel der Gesamtgröße der Kultgemeinschaft nicht überschreiten.



Abschnitt IV: Organisation im Celtoi e. V.

§ 17 Organe des Vereins

Die Organe des Vereins sind:
1.   Die Datlâ mârâ (Mitgliederversammlung)
2.   der Vorstand
3.   die Jugendvertretung


§ 18 Die Datlâ mârâ

(1) Die Datlâ mârâ ist einmal jährlich einzuberufen. Sie ist öffentlich, kann aber die Öffentlichkeit auf besonderen Antrag ausschließen.

(2) Eine außerordentliche Datlâ mârâ ist einzuberufen, wenn es das Vereinsinteresse erfordert oder wenn die Einberufung von mindestens einem Drittel der Vereinsmitglieder schriftlich und unter Angabe des Zweckes und der Gründe verlangt wird.

(3) Die Einberufung der Datlâ mârâ erfolgt schriftlich durch den Vorstand unter Wahrung einer Einladungsfrist von mindestens acht Wochen bei gleichzeitiger Bekanntgabe der Tagesordnung. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Es gilt das Datum des Poststempels. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Mitglied dem Verein schriftlich bekannt gegebene Adresse gerichtet ist.

(4) Zusätzliche Anträge an die Datlâ mârâDatlâ mârâ
Mitgliederversammlung des Celtoi e. V.
können bis spätestens 14 Tage vor der Versammlung schriftlich an den Vorstand gerichtet werden. Diese sind in die Tagesordnung aufzunehmen. Die Tagesordnung umfasst aber mindestens folgende Punkte:
1.   Abgabe des Rechenschaftsberichts des Vorstandes
2.   Abgabe des Finanzberichts des Vorstandes
3.   Entlastung des Vorstandes
4.   Gegebenenfalls die Wahl von Mitgliedern des Vorstands
5.   Entscheidung über Anträge der Mitglieder

(5) Die Datlâ mârâ ist das oberste beschlussfähige Vereinsorgan und deshalb grundsätzlich für alle Aufgaben zuständig, sofern bestimmte Aufgaben nicht gemäß dieser Satzung oder interner Ordnungen einem anderen Vereinsorgan übertragen wurden. Ihr sind insbesondere die Jahresrechnung und der Jahresbericht zur Beschlussfassung über die Genehmigung und die Entlastung des Vorstands schriftlich vorzulegen. Sie bestellt zwei Rechnungsprüfer, die weder dem Vorstand noch einem vom Vorstand berufenen Gremium angehören und auch nicht Angestellte des Vereins sein dürfen, um die Buchführung einschließlich Jahresabschluss zu prüfen und über das Ergebnis vor der Datlâ mârâDatlâ mârâ
Mitgliederversammlung des Celtoi e. V.
zu berichten. Die Datlâ mârâDatlâ mârâ
Mitgliederversammlung des Celtoi e. V.
kann darüber hinaus verbindliche Ordnungen zur internen Regelung und Organisation erlassen.

(6) Die Datlâ mârâ entscheidet bei Bedarf unter anderem auch über:
1.   Gebührenbefreiungen
2.   Aufgaben des Vereins
3.   An- und Verkauf sowie Belastung von Grundbesitz
4.   Beteiligung an Gesellschaften
5.   Aufnahme von Darlehen ab 1.000,00 €
6.   Genehmigung aller Geschäftsordnungen für den Vereinsbereich
7.   Mitgliedsbeiträge
8.   Satzungsänderungen
9.   Auflösung des Vereins

Die Ziffern 3 bis 5 binden den Vorstand lediglich im Innenverhältnis des Vereins und stellen keine Vertretungsbeschränkung im Außenverhältnis dar.

(7) Jede satzungsmäßig einberufene Datlâ mârâ wird als beschlussfähig anerkannt, wenn mindestens ein Drittel der stimmberechtigten Mitglieder anwesend ist.

(8) Die Datlâ mârâ fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit, es sei denn, die Satzung schreibt etwas anderes vor. Bei Stimmgleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.


§ 19 Der Vorstand

(1) Der Vorstand vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Ihm obliegt die Führung der laufenden Geschäfte des Vereins. Er hat insbesondere folgende Aufgaben:
1.   Führung der Vereinsunterlagen, insbesondere des Mitgliederverzeichnisses und des Kassenbuchs.
2.   Organisation und Dokumentation der Vereinsaktionen nach der jeweiligen Ermächtigung der Datlâ mârâ. Er kann die Organisation und Dokumentation an andere Mitglieder des Vereins delegieren, sofern diese sich dazu bereit erklären.
Jeweils zwei Vorstandsmitglieder sind zusammen vertretungsberechtigt.

(2) Zum Vorstand gehören der erste Vorsitzende, der zweite Vorsitzende und der Kassenführer. Die Vorstandsmitglieder leisten für jede Amtszeit einen Amtseid. In diesem verpflichtet sie sich, die Ziele des Vereins und insbesondere CeltoiCeltoi
"Celtoi" steht für die Art keltischen Rekonstruktionismus, den wir praktizieren. Mehr dazu unter "Celtoi - Was ist das?".
, wie es vom Celtoi e. V.Celtoi e. V.
Celtoi e. V. - Gemeinschaft für rekonstruierte keltische Religion
verstanden wird, jederzeit zu vertreten und ihr Amt dementsprechend zu führen. Für eine Eidperson nach § 9 kann der Amtseid entfallen.

(3) Sollte ein Vorstandsmitglied seine Aufgaben aus wichtigem Grund über einen Zeitraum von mehr als vier Wochen nicht wahrnehmen können, kann der Vorstand einen internen Vertretungsbeschluss fassen, in dem die Aufgaben auf ein oder mehrere andere Mitglieder des Vorstandes zur Vertretung übertragen werden. Die Vertretung ist auf höchstens neun Monate begrenzt. Wenn abzusehen ist, dass der Zeitraum der Verhinderung darüber hinausgehen wird, soll auf der nächsten Datlâ mârâ über eine Neuwahl des ausgefallenen Vorstandsmitglieds beschlossen werden.

(4) Alle Vorstandsmitglieder werden von der Datlâ mârâDatlâ mârâ
Mitgliederversammlung des Celtoi e. V.
für drei Jahre gewählt. Die Wahl richtet sich nach der Wahlordnung des Vereins.

(5) Vorstandssitzungen finden mindestens viermal jährlich statt. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle Vorstandsmitglieder anwesend sind. Eine Vorstandssitzung kann unter Ausnutzung der technischen Möglichkeiten (fernmündlich, schriftlich, elektronisch) auch ohne physische Anwesenheit der Vorstandsmitglieder stattfinden, wenn im Nachhinein ein Protokoll über die Beschlüsse der Sitzung von allen Vorstandsmitgliedern innerhalb einer Frist von vier Wochen unterzeichnet wird.

(6) Der Wohnsitz des jeweiligen ersten Vorsitzenden gilt als Geschäftsstelle des Vereins. Im Einzelfall kann auch der Wohnsitz eines anderen Vorstandsmitglieds als Geschäftsstelle fungieren, wenn dies der Vorstand beschließt. Dieser organisatorische Sitz ist nicht mit dem Sitz des Vereins gemäß § 1 Absatz 2 identisch.


§ 20 Jugendvertretung

(1) Sind in dem Verein mindestens drei Jugendliche als Mitglieder geführt so ist ein Jugendvertreter zu wählen. Die Anzahl der Jugendvertreter erhöht sich um zwei für jeweils 50 weitere jugendliche Mitglieder im Verein.

(2) Die Jugendlichen wählen den Jugendvertreter aus ihrer Mitte für ein Jahr. Die Wahl richtet sich nach der Wahlordnung des Vereins.

(3) Der Jugendvertreter ist insbesondere für die Wahrung der Interessen der Jugendlichen im Zuge der Vereinsaktivitäten zuständig.

(4) Der Jugendvertreter ist an der Vorstandssitzung teilnahmeberechtigt und muss zu dieser eingeladen werden. Er hat beratende Funktion und ist bei Beschlüssen, die insbesondere die Rechte und Pflichten der Jugendlichen betreffen, ebenfalls stimmberechtigt.


§ 21 Kassenführung

(1) Der Kassenwart führt als Mitglied des Vorstandes die Vereinskasse. Er tut dies nach den allgemein gültigen Regeln einer ordentlichen Buchführung.

(2) Er hat der Datlâ mârâ jährlich einen Finanzbericht vorzulegen. Aus diesem müssen die Einnahmen und Ausgaben sowie die Vermögenswerte und die Verbindlichkeiten des Vereins klar hervorgehen.

(3) Die Vereinskasse wird jährlich von zwei Kassenprüfern, die jeweils für ein Jahr mit einfacher Mehrheit von der Datlâ mârâ gewählt werden, geprüft. Diese Prüfung muss spätestens vier Wochen vor der nächsten Datlâ mârâDatlâ mârâ
Mitgliederversammlung des Celtoi e. V.
abgeschlossen sein. Dieser wird ein aussagekräftiger Prüfbericht vorgelegt.



Abschnitt V: Schlussbestimmungen

§ 22 Satzungsänderung

(1) Für Satzungsänderungen ist eine Zweidrittelmehrheit der erschienenen Vereinsmitglieder in der Datlâ mârâDatlâ mârâ
Mitgliederversammlung des Celtoi e. V.
erforderlich. Über Satzungsänderungen kann nur abgestimmt werden, wenn auf diesen Tagesordnungspunkt bereits in der Einladung zur Datlâ mârâDatlâ mârâ
Mitgliederversammlung des Celtoi e. V.
hingewiesen wurde und der Einladung sowohl der bisherige als auch der neue Satzungstext beigefügt war.

(2) Satzungsänderungen, die von Aufsichts-, Gerichts- oder Finanzbehörden aus formalen Gründen verlangt werden, kann der Vorstand von sich aus vornehmen. Diese Satzungsänderungen müssen allen Vereinsmitgliedern unverzüglich schriftlich mitgeteilt werden.


§ 23 Beurkundung von Beschlüssen

Die in Vorstandsitzungen und der Datlâ mârâDatlâ mârâ
Mitgliederversammlung des Celtoi e. V.
erfassten Beschlüsse sind schriftlich niederzulegen und zu unterzeichnen. Darüber hinaus werden sie schriftlich oder elektronisch den Vereinsmitgliedern zur Verfügung gestellt. Die Protokolle werden jeweils von einem Vorstandsmitglied und dem Protokollführer unterschrieben.


§ 24 Auflösung des Vereins und Vermögensbindung

(1) Für den Beschluss den Verein aufzulösen, ist eine Dreiviertelmehrheit der in der Datlâ mârâ anwesenden Mitglieder erforderlich. Der Beschluss kann nur nach rechtzeitiger Ankündigung in der Einladung zur Datlâ mârâDatlâ mârâ
Mitgliederversammlung des Celtoi e. V.
gefasst werden.

(2) Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall der steuerbegünstigenden Zwecke fällt das nach der Begleichung aller Verbindlichkeiten und der Liquidation verbleibende Vermögen des Vereins an den „Eisenzeitlich-keltische Geschichte in der Rhön e. V.“ in 36404 Sünna, Pferdsdorfer Str. 2, welcher es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat, hier insbesondere zur Erhaltung und Förderung des Keltendorfs Sünna.

(3) Eine Ausschüttung an die Mitglieder ist nicht zulässig.

 

§ 25 Inkrafttreten der Satzung

Die Satzung tritt in ihrer jeweils aktuellen Fassung jeweils mit dem Tag Ihres Beschlusses in Kraft.
Diese Satzung wurde am 30.10.2011 in St. Andreasberg errichtet.